Bits und andere Biester

Aus dem chaotischen Leben eines noch chaotischeren Menschen

Zottel malt, Version 2011

Vorweg: Ich bin wieder zu Hause 😉

Eine der schönsten Nebentätigkeiten in so einem Ferienlager sind die Vorbereitungen zu größeren Aktionen, wie Theater oder Mini-Playback-Blakeks-Dingern oder Tänze einstudieren oder so. Neben einem kreativen Outfit gehört natürlich oft auch eine Kulisse dazu. Zwar arbeitet man dann nahezu immer unter Zeitdruck, was den Perfektionisten in mir sehr regelmäßig an den Randdes Wahnsinns treibt, doch entstehen so manchmal sehr nette Sachen. Das Schöne dabei ist, dass man immer irgendwie ein Thema hat und so nie nicht weiß, was man malen soll. Wie oft saß ich schon zu Hause mit einem Bleistift in der Hand, Lust zu zeichnen, keine Motividee. Im Ferienlager ist der Bleistift jedoch äußerst selten das eigentliche Werkzeug. Man steht immer wieder vor neuen Herausforderungen und Materialien, mit denen Themen umgesetzt werden wollen: Von Stiften über Naturmaterialien bis hin zu Lebensmitteln kann alles darunter sein. Genauso verhält es sich mit den zu färbenden Untergründen: Papier, Holz, Stein, Ton, alles ist möglich. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Dieses Jahr entstanden wieder einige nette Sachen, die ich gern mal präsentieren möchte. Wie gesagt, zu beachten ist, dass alles in nur sehr wenigen Stunden mal neben der eigentlichen Kinderbetreuung und -bespaßung entstehen musste/sollte.

Wie auch einige Jahre zuvor gab es auch heuer das Chaosspiel. Dieses Jahr sollte ein neues Spielbrett entstehen, da die weiße Tür aus den Vorjahren wirklich recht unchaotisch wirkte. Das Ziel der Spieler: Erreichen des chaotischen Universums. Damals hatte es einen kompletten Backsteinrand, der eigentlich Tapete war. Der eigentliche Hintergrund ist das zu zeigende Objekt.

Material: Wasserfarben auf Tür.
Werkzeug: Lappenreste zum Auftragen und verwischen, Finger für Wischtechnik für Sterne.
Größe: wie eine normale Tür.

Erstellungszeit: ca. 4 Stunden.

In meiner ersten Sommerwoche stand Theater auf dem Plan. Kinder sollten mit ihren Betreuern ein Stück ausarbeiten, Kostüme und Kulissen malen. Für unsere Interpretation von „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ gab es genug Arbeit für a
lle, weswegen ich die Gestaltung der Schlosskulisse allein bewerkstelligte. Ich brauchte eine „böse“ Version für das verwunschene Schloss und eine „gute“ für die erlöste.

Material: Wasserfarben auf Bettlaken.
Werkzeug: Lappen für Hintergrund, Pinsel und Finge
r für Motive.
Größe: je ca. 1 x 1m.
Erstellungszeit: Böse Version etwa 2h, gute ca. 3h


In der zweiten Woche war Piraten-Thema. Schatzkarten sollten gemalt werden, mit echten Vogelfedern und handelsüblicher Tinte. Problem: Es gab nur Backpapier-ähnliche Materialien. Äußerst eklig, da die Tinte da drauf nicht einzieht und somit nicht wirklich gut handhabbar ist. Dementsprechend schlecht finde ich das unter schwierigsten Bedingungen (dauernd schuckelnder Tisch, tausende Kinderaugen und -fragen) entstandene Resultat. War aber eine nette Herausforderung, deswegen reihe ich das hier mal ein. Der Rand ist übrigens des Feelings wegen angekokelt.

Material: Tinte auf Backpapier.
Werkzeug: Vogelfeder (ich bin fast sicher, keine Gans).

Größe: etwa A4
Erstellungszeit: 2,5h.


Woche 3 stand im Zeichen den Mittelalters. Da ein Mädchen zeitgleich Hauptrolle in einem parallel entstehenden filmografischen Meisterwerk war, hatte es keine Zeit, sich ein T-Shirt themenbezogen zu bemalen, was ich dann kurzerhand in meiner nicht vorhandenen freien Minute getan hatte. Hätte gern besser schattiert. Keine Zeit.

Material: Angefeuchteter Buntstift auf T-Shirt
Werkzeug: Angefeuchteter Buntstift (macht
sich wirklich deutlich besser, die Mine nass zu machen!)
Größe: XL (und das Mädchen war nur etwa 1,40 oder so groß *gg*)
Erstellungszeit: unter 2h


Als letztes wollte ich von einem meiner Mädels ihr Badetuch geschenkt haben (Simba-Motiv!). Sie akzeptierte unter der Bedingung, dass ich ihr eines meiner Handtücher schenke, bemalt mit etwas „was sie an mich erinnert“. Ich bin gespannt, wie viele von euch das Bild richtig (und vllt. sogar vollständig?) interpretieren können. Ja, der Künstler hat sich tatsächlich bei fast allem etwas gedacht… ausnahmsweise. War aber auch die – zugegebener Maßen echt fiese und sehr schwere – Herausforderung.
Btw: Ich bemale nie nicht niemals wieder freiwillig ein Handtuch… So eine verdammt anstrengende Aufgabe, hätte ich niemals gedacht…

Material: Stoffmalstifte auf Handtuch (aus der Lost&Found-Kiste ;)).
Werkzeug: Öhm… Meine Hände?

Größe: Ein normales Handtuch.

Erstellungszeit: ca. 2h.


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