Bits und andere Biester

Aus dem chaotischen Leben eines noch chaotischeren Menschen

  • Ein spontaner Kinobesuch

    Warum die aktuell stattfindende Veranstaltung „Fantasy Film Fest“ heißt, kann ich mir grad nicht so richtig erklären. Meiner Meinung nach trifft es „Horror Film Fest“ deutlich besser, aber HFF sieht halt nicht so cool aus, wie FFF 😀 Keine Ahnung, was ich sehen würde, aber irgendwie hatte ich gestern Lust, einfach mal wieder einen netten Film abseits des Mainstreams zu konsumieren. Diese Veranstaltung klang ziemlich genau nach meinem Geschmack. Nun ja, aus einem spontanen Film wurden dann 5. Na gut, 4,5 😉
    Und ich sah einfach alles, was man in einen Horrorfilm packen kann: Von Werwölfen, Zombies und Vampiren über Virusepedemien, Vergewaltigungen und Serienkillern bis hin zu Leichenfledderung, explodierenden Köpfen und blutverschmierten Kameras.

    Ich will hier eigentlich keine ellenlangen Kritiken schreiben, das hat der Wortvogel schon getan. Und wie in den allermeisten Fällen decken sich unsere Meinungen sehr gut – abgesehen davon, dass er viel besser schreibt als ich. Vielmehr lag mir zu Beginn des Kinotages mehr daran, die Stimmung einer solchen Veranstaltung zu reflektieren.

    Demnach bin ich also zum Potsdamer Platz gegondelt. Schon von weitem konnte man die Leute ausmachen, die man bei einem alternativen Filmfestival erwarten würde, auch ohne deren FFF-T-Shirts oder gar die um den Hals gehängten Dauerkarten zu sehen. Ich kaufte meine (sauteure) Karte und hatte noch ein wenig Zeit, die ich in den anliegenden Arkaden-Shops verbrachte. An jeder Ecke – vereinzelt zwar, doch allgegenwärtig – sah man dunkle Gestalten, Langhaarträger oder Träger sehr interessanter T-Shirts. Die meisten davon sollte ich an dem Abend noch öfter zu Gesicht bekommen. Bezüglich der T-Shirts muss ich sagen, dass ich selten eine so geniale Ansammlung von fantastischen Motiven beobachten konnte, wie gestern Abend. Nicht selten waren die Motive auch selbst Gesprächsthema über Reihen hinweg. Mein Liebling war sicherlich das einer Frau. Ihren Bauch ziehten zwei Einhörner – eines schwarz, das andere sandfarben. Das schwarze trug ein rot leuchtendes Horn, das andere ein blaues. Die StarWars-Parallelität ließ sich definitiv nicht verleugnen. Als besonderes i-Tüpfelchen fehlte dem „guten“ Tier schon ein Huf. *auch haben will*

    Ansonsten waren Frauen den ganzen Abend hinweg stark unterrepräsentiert. Der Großteil des Publikums bestand aus Männern der mittleren Generation. Modell Alt-Geek. Erstaunt hatte mich die Tatsache, dass ich augenscheinlich den Altersschnitt senkte. Hätte ich nicht erwartet.

    Nun ja, der erste Film war noch mager besucht. Die Atmosphäre im doch ziemlich großen Saal 7 war recht familiär, was auch dazu führte, dass man sich zu Beginn über Reihen hinweg unterhielt – über das Festival, über ein vergangenes Festival oder eben über T-Shirts. Doch der Mangel an Publikum kann man dem frühen Beginn um 15 Uhr zuschreiben, denke ich. Denn je später die Vorstellungen wurden, desto voller wurde es. Die Schlange vor dem Einlass wurde immer länger – ja, man musste jedes Mal den Saal verlassen, damit die Putzkräfte wenigstens den gröbsten Dreck entfernten und damit sicher gestellt werden konnte, dass auch jeder eine Karte hatte *hüstel*

    Wie gesagt, hatte ich eigentlich vor, mal in einen einzelnen Film reinzuschauen. Aber wie ich nun einmal so ticke, dachte ich mir danach, dass man nur einmal lebt (und wenn nicht, hat man eben doppelt Spaß) und kaufte eben spontan noch Karten für die restlichen vier Vorstellungen des Tages. Gegen Mitternacht war ich allerdings verdammt müde und hatte noch einen größeren Fußmarsch vor mir. Deswegen bin ich dann mitten im fünften Film gegangen. Es waren eben keine fünf Abschalt-Filme. Wäre auch komisch, wenn. Immerhin war es ein alternatives Filmfestival.

    Der erste Film, „Hair of the Beast“, war ein kanadischer Werwolffilm, der auf Grund seiner Kostüme (weniger dem der Werwölfe wohlgemerkt), nett anzuschauen war, allerdings das erste Mal reinzimmerte, weil er a) nicht sonderlich spannend und b) in fränzösischer Originalsprache gezeigt wurde. Heißt also im Klartext 100 Minuten Untertitel lesen.
    Der zweite Film war besser, er hatte Fakt a) nicht. Besonderes Schmankerl hier war das Zusammentreffen mit Wortvogel Torsten Dewi himself. Seinen Blog, besonders seine Kinokritiken lese ich seit einigen Jahren regelmäßig (habe ich ja auch schon manchmal verlinkt). Da er bekennender FFF-Fan ist, ergab sich so endlich einmal die Gelegenheit, den Münchener persönlich kennen zu lernen. So verbrachten wir den zweiten Film des Tages nebeneinander, uns nebenher darüber unterhaltend. Sympathischer Mann. Gruß an dieser Stelle zurück! Der Film „Phase 7“ handelte hintergründlich von einer die Menschheit ausrottenden Virusepedemie, vordergründig von den Konflikten unter den Bewohnern eines unter Quarantäne gestellten Blocks, die nicht sonderlich unblutig verliefen 😉 Nettes Ding, dennoch hieß es auch hier wieder „mitlesen für alle“, da in spanischem Originalton. Die Untertitel waren zudem auch super schlecht zu lesen, fand ich. Ermüdung. Die restlichen Filme waren dann übrigens alle auf Englisch. Nicht ganz so anstrengend also.
    Film 3 war mein persönliches Highlight und ich ärgere mich ein wenig, danach nicht gegangen zu sein. Sinnlos-Trash-Bitchfights-Blutspritz-Film vom Feinsten. Wirklich saugeil 🙂 War zwar in (Echt, nicht Post-) 3D, aber tatsächlich so gut gemacht, dass ich keine Kopfschmerzen zu beklagen hatte. Ermüdend fand ich „Julia X“ deswegen dennoch. Ansonsten klare Empfehlung, sollte der euch irgendwann einmal über den Weg laufen und ihr auf Trash steht.
    Danach ging es abwärts. Es folgte mit „Stake Island“ der Vampirfilm des Abends, der sich allerdings einfach nur in die Länge zog. Außerdem fragte ich mich fortwährend, warum zur Hölle die daraus einen Vampirfilm machten: Für mich war das ein 1A-Standard-Zombie-Plot ala „Hilfe, sie sind überall! Hilfe, sie wollen uns fressen! Verdammt, wir müssen in die letzte sichere Stadt gelangen! Und überhaupt: Hilfe, wir werden alle stööööörben!“. Nur eben mit Vampiren, die allerdings auch aussahen wie Zombies, wenn man von den Eckzähnen absah.
    Vor dem letzten Film, als Vorfilm sozusagen, wurde die erste Episode der Miniserie „Viva Berlin!“ von Absolventen der Filmakademie BaWü gezeigt, die noch einmal ordentlich Zombieschädel über die Leinwand fliegen ließ. Der danach folgende Episodenfilm „Little Deaths“ war mir dann aber doch zu viel. Er umfasste drei Kurzfilme, von denen ich 1,5 mitbekam. Der erste war ein ermüdend langwieriger Film über ein sexuell frustriertes Pärchen, dass sich, um ihre Perversionen zu befriedigen, eine Obdachlose in Haus holte, diese fesselte und vergewaltigte. Allerdings entpuppte diese sich dann als Zombie und fraß zusammen mit ihren Freunden die beiden auf, nicht ohne vorher deren Gedärme auf der Leinwand zu verteilen. *gähn* Als ich trotz einer Vergewaltigungsszene und verteilten Gedärmen eher gelangweilt, denn schockiert war, war klar, dass es für diesen Tag genug Gewalt war. Ich war müde und abgestumpft, wollte nur noch ins Bett. Das Englisch war sehr schwer zu verstehen in diesem Zustand und als dann auch der zweite Kurzfilm keine Fahrt aufnehmen wollte, entschied ich mich für den Heimweg.

    Alles in allem ein sehr interessanter Nachmittag/Abend. Würde gern mehr von solchen Filmen sehen, da echt nette Überraschungen dabei waren. Das sprengt allerdings mein Budget. Aber vielleicht gebe ich mir noch 1-2 Streifen. Und nächstes Jahr ist ja wieder ein FFF.

    Ich bin für mehr alternativen Trash-Horror im Kino! Hugh!


  • It Rises.

    Seit einigen Stunden ist das erste offizielle Teaser-Poster vom dritten Batman „The Dark Knight Rises“ raus. Und, oh mein Gott, das will ich mir an die Zimmerdecke hängen. UNBEDINGT! (Beim Wortvogel entdeckt und da musste ich erst zweimal hinschauen… Hier im kleineren Format ist die Gesamtheit schneller zu erkennen.)


    Verspricht wieder einen Top-Film, vor allem wenn man bedenkt, dass der Gegner kein Geringerer als Bane sein wird. Und Catwoman – aber von ihr war ich schon in den Comics nicht begeistert. Nää, ich mochte sie noch nie. Naja, mal schauen – bisher hat Nolan es ja geschafft, jede Figur einigermaßen großartig darzustellen.

    Die Fan-Fiction-Poster zum Film sind auf jeden Fall schon ziemlich genial. Mir gefallen diese beiden (wobei man vermutlich eher das Auftreten von Harley Quinn mit Vorsicht genießen darf. Das Bild ist zwar super genial und zeigt ihr Wesen perfekt – doch es gibt weder offizielle Hinweise darauf, noch ist es unwahrscheinlich, dass sie jemals ohne den Joker agiert.)


  • Die rote Pille

    Gestern mussten wir doch mal eben zu fünft ganz fix ausprobieren, wie groß aktuelle Kleinstwagen sind und quetschten uns in einen Ford Focus. Erstaunlich, wie viel Beinfreiheit einem dennoch bleibt. Kleinstwagen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

    Nun ja, egal 🙂 Der eigentliche Grund war eine kurze, schnelle Tour rüber nach Hannover. Dort gab es am Abend nämlich großes Kino zu sehen. Matrix. Endlich mal wieder auf großer Leinwand. Ja dafür lohnt es sich schon mal, knapp 20 Euro fürs Ticket auszugeben, ein Auto zu mieten und zweimal 300km quer durchs Land zu tuckeln.

    Ok, das ist natürlich nur die halbe Wahrheit.
    Im NDR Landsfunkhaus spielte nämlich das NDR Pops Orchester auf. Im Hintergrund „The Matrix“ in der Originalfassung (mit nervigen Untertiteln) und vorn ein gigantisches Orchester, welches die Originalfilmmusik live darbot. Und zwar exakt passend zum Film. Das Geschehen war sozusagen nicht von dem Originalfilm unterscheidbar, wenn man die Augen schloss. Beinahe. Natürlich war das Orchester deutlich lauter als die von der Konserve kommenden Tonspuren für Sounds und Sprache. Der Film als solches, eher blass wirkend, die Sounds im Großen Sendesaal eklig widerhallend, war natürlich nur nettes Beiwerk – um dem Publikum die Chance zu geben, zu erkennen, welche Szene von den Musikern gerade begleitet wurde.

    Die Präzision war gigantisch. Buchstäblich in der ersten Sekunde hatte ich Gänsehaut. Das erste Bild auf der Leinwand, das Orchester setzte partout ein. Und so lief es die gesamten zwei Stunden. Matrix ist bislang für mich nicht unbedingt für seinen Soundtrack bekannt gewesen. Genau genommen, war mir bis gestern nicht einmal bewusst, wie viel Platz er eigentlich in dem Film hat. Deswegen wunderte ich mich auch bis zum Beginn, dass für ein solches Projekt ausgerechnet dieser Streifen gewählt wurde. Doch der Mut, genau dieses Event zu besuchen, die Kosten und die Tour auf sich zu nehmen, war absolut richtig plaziert. Was uns gestern geboten wurde, war ein Filmmusik-Fest erster Güte. Ich bin beeindruckt, was so ein Orchester wirklich leisten kann, wie genial es spielt, selbst wenn im Hintergrund Schießereien stattfinden. Jeder Paukenschlag saß und untermalte den zugehörigen KungFu-Tritt auf der Leinwand tödlich präzise.
    Was mich außerdem beeindruckte, war die Authentizität. Normalerweise ist man gewohnt, dass Live-Musik – auch bei Orchesterwerken – immer ein wenig anders klingt, als das was man von der Konserve her kennt. War gestern nicht so. Ich könnte schwören, würde man die Soundtrackspur des Films nehmen eine Aufnahme des gestrigen Auftritts legen würde, wäre es zumindest für einen Laien schwer, die Unterschiede zu erkennen.

    Einfach nur ganz großes Kino, ganz große Musik, ganz großer Auftritt. Perfekt.

    Und ich durfte mal wieder Matrix auf Leinwand erleben, hach toll… Vor allem der blinkende Cursor am Anfang hat es mir angetan… 😀


  • Oscar-Review

    Vorneweg, bevor ich platze: Eine Sache muss ich unbedingt loswerden; ich habe vorhin einen neuen Top10-Film gesehen. Und damit einen für mich perfekten. Und das sage ich wahrlich nicht häufig. Ich bin immernoch ganz zittrig. Noch zwei Stunden nachher war ich am Durchschnaufen. Was ein Film und das, obwohl ich mich eigentlich geweigert hatte, ihn mir anzuschauen – aus Angst vor einem Mädchenfilm. Und warum war ich doch? Schuld war der gewonnene Oscar.

    Gut, der Reihe nach:
    Dieses Jahr fand ich die Oscar-Nominierungen verdammt spannend. Deshalb habe ich die Live-Übertragung auch fast durchgehalten… Aber mein Gott, alle 5 Minuten Werbung. Und dann immer die gleiche, das ging einfach zu sehr auf die Nerven. Nun ja, wiedemauchsei.
    Es waren sehr gute Filme im Rennen. Sehr gute und sehr unterschiedliche. Inception, Alice im Wunderland, The Social Network, The King’s Speech, (sogar) Tron: Legacy, True Grit, Black Swan, The Fighter, 127 Hours und Toy Story 3. Mal von Tron und Alice abgesehen waren sie alle im Rennen um den besten Film des letzten Jahres. Die ersten 5 hatte ich gesehen, auch wenn ich bis auf die kleinen Abschnitte über Inception und Alice nichts berichtet hatte. True Grit hatte ich mir dann gestern und Black Swan heute angesehen.

    Inception. Ein grandioser Film, der einem das Hirn herumreißt, dann zerfetzt und falsch wieder zusammensetzt. Riesige Effekte, gute Schauspieler und Musik, sowie sehr interessante Handlung (wenn auch mit Logikfehlern). Ich kam aus dem Kino und dachte noch zwei Tage später drüber nach. Mittlerweile steht er als DVD hinter mir, demzufolge habe ich ihn inzwischen auch ein zweites Mal gesehen – und die Slow-Motion-Funktion lieben gelernt. Eine Stelle habe ich wirklich fünfmal hin- und hergespult, bis ich sie wirklich begriffen hatte. Nun ja, wie gesagt. Sehr unterhaltsamer und spannender Film. Er räumte allerdings keine der Hauptkategorien ab. Nun, den Oscar fürs Originaldrehbuch hätte ich ihm gegeben: So kranken Scheiß kann man sich eigentlich nicht ausdenken. Der ging an den großen Gewinner des Abends. Doch mit 4 berechtigten Oscars in technischen Disziplinen (Ton, Tonschnitt, Kamera, VFX) zeigt er sehr deutlich, was für ein Film er doch im Grunde ist: Einer zum Gucken und SFX-Genießen.

    Alice im Wunderland. Darüber hatte ich berichtet. Supertoller Fantasyfilm. Ganz Tim Burton und Johnny Depp halt. Steht übrigens auch schon im Regal. Die beiden künstlerischen Oscars fürs Szenenbild und Kostüm sind völlig uneinschränkt verdient. Punkt.

    The Social Network. Ich bin weder ein Freund von sozialen Netzwerken noch von einfachen Erzählfilmen, bei denen es egal ist, ob ich sie auf Großleinwand sehe oder später im Fernsehen. Social Network fällt in diese Kategorie. Und es war vermutlich nur Langeweile und ein wenig der Drang, sehen zu wollen, wie eine IT-Erfolgsgeschichte für den Mainstream verfilmt werden kann. Nun, die Antwort war Justin Timberlake, ein paar HighSchool-Tussis und jede Menge Zickenkrieg. Ich mochte den Film nicht sonderlich und weiß auch nicht, was die Welt an ihm findet. Zugegebener Maßen lag es vermutlich einfach daran, dass ich mit keinem der Schauspieler irgendwie warm wurde. Doch das ändert nichts an der Tatsache. Letztlich war der groß umjubelte Film auch nicht der große Gewinner. Den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch kann ich nicht einschätzen, ist nicht meine Materie. Er sei ihm kommentarlos gegönnt. Der beste Schnitt ist auch in Ordnung, denke ich – aus dem gleichen Grund. Wie man Schnitte aus technischer Sicht bewertet, weiß ich nicht. Doch über den dritten könnte ich mich maßlos aufregen: Die angeblich beste Filmmusik hatte Hans Zimmers „Inception“ und Alexandre Desplats „The King’s Speech“ als Konkurrenten. Inception ist schon jetzt aus keiner Zimmer-BestOf mehr herauszudenken, und das neben Grandiositäten wie Fluch der Karibik, dem oscarprämierte König der Löwen, King Arthur und Gladiator. Und Desplats Soundtrack lief bis gestern bei mir hoch und runter, allein wegen des sehr einfühlsamen Klavierstücks. Doch The Social Network? Fand ich nicht im Ansatz irgendwie eingängig. Schade, die größte Fehleinschätzung des Abends.

    The King’s Speech. Der vielgerühmte Gewinner mit 3 der 4 Hauptkategorien (Bester Film, Regie, Hauptdarsteller) war ohne Zweifel „The King’s Speech“, die Geschichte von dem stotternden König George VI (Colin Firth), und dessen bürgerlichen und sehr unkonventionellen Sprachtherapeuten (Geoffrey Rush). Habe ihn erst letzte Woche gesehen und mochte ihn sehr. Für ein reines Erzählkino hat er mich sehr gut unterhalten. Ich fand ihn keine Sekunde uninteressant oder langatmig. Es wurde eine sehr berührende Geschichte erzählt, mit sehr guten Darstellern. Sogar Helena Bonham-Carter ist mal in einer anderen Rolle als einer Verrückten zu sehen, was lediglich zu Beginn ein wenig komisch wirkt. Beide Nebendarsteller waren nominiert, mussten aber TheFighter weichen. Eine zurückhaltende und doch einprägsame Musik begleitet ihn ständig. Es ist schwer zu beschreiben, aber wirklich sehr zu empfehlen. Ein schlichtweg gelungener Film.

    Tron:Legacy. Was habe ich mich auf den Film gefreut. OK, es ist zugegebener Maßen ein absoluter Nerd-Film und es war von vornherein klar, dass der keinen großen Anklang finden würde. Vielen war und ist nicht einmal bewusst, dass er eine Fortsetzung eines 80er-Jahre-Streifens ist. Als Informatiker und Frisbee-Versessenen war es für mich damals quasi ein Muss, ihn zu kaufen. Der erste Film, der mit komplett computeranimierten Szenen aufwarten konnte, die aus Performance-Gründen aus auf komplett schwarzer Leinwand animierten bunten Linien bestand. Entsprechend wurden die Kostüme, was letztlich einen sehr dunklen und spacigen Look ergibt. Der Nachfolger sollte in gleichem Stil gehalten werden, wurde dennoch – ohne den alten Stil wirklich zu verlieren – sehr stark modernisiert. Klar, die Handlung kann man wegschmeißen, aber die Bilder sind grandios. Ein Film zum Gucken und glücklich sein. Dennoch ein bissel Nerdtum brauchte schon noch, um ihn gut zu finden, glaub ich. Schon lange vor Kinostart rankten sich Legenden um den tollen Soundtrack von Daft Punk. Und wirklich, im Film kommen die Elektrosounds sehr interessant und passend rüber. Es war mal was ganz anderes. Eine Nominierung hätte ich den beiden definitiv gegönnt. Stattdessen wurde der Film lediglich in der für mich uninteressantesten und unwichtigsten Kategorie nominiert und nicht ausgezeichnet. Den einen Oscar, und wenns nur der für den Tonschnitt wär, hätte ich dem Film wirklich gegönnt. Ein weiterer Wermutstropfen war, dass es den Film nirgends in Berlin noch in 2D gab. Die Zeit für die sauteuren Nur-noch-3D-Filme scheint zu kommen. Schade, werde ich wohl doch wieder weniger vor der Leinwand sitzen als gewohnt. 3D mag ich nicht, gibt Kopfschmerzen und ist teurer als die DVD.

    True Grit. Ich mag Jeff Bridges. Und wie sehr konnte ich mir den „Dude“ als besoffenen Marshall im Wilden Westen vorstellen. Also ab ins Kino. Am meisten hat mich jedoch nicht er, sondern die 14-jährige Schauspielerin Hailee Steinfeld beeindruckt. Sie kommt so unglaublich selbstbewusst rüber, so unglaublich routiniert und abgebrüht. Ich meine, ja, das war ihre Rolle, aber dennoch hat sie sie mit Bravour gespielt. Wirklich toll. Sie ist für mich definitiv deutlich mehr als bloß die Nebendarstellerin, für deren Oscar sie nominiert war. Gegönnt hätte ich ihn dem Mädel jedenfalls. Ansonsten? Sehr unterhaltsamer Film mit einigen amüsanten Stellen zum Kichern. Ich fand ihn keine Spur düster, entsprach also für mich nicht den Kritiken. Es war halt ein modernerer Western mit netter Handlung. Guter Kinofilm, aber nichts wirklich Besonderes. Er bekam auch keinen Oscar, was für mich (abgesehen von dem schon angesprochenen für das Mädel) in Ordnung geht.

    Black Swan. Der Soundtrack läuft gerade zum geschätzten 10. Mal in meiner Dauerschleife. Was für ein Film. Wie eingangs schon erwähnt, wollte ich ihn mir eigentlich nicht anschauen. Tanzfilme sind ätzend. Und wirklich andere positive Kritiken habe ich nicht gelesen oder gehört. Bis auf eine einzige, die von Psychothriller sprach. Zudem mag ich Natalie Portman sehr. Ich kann mich an keine Rolle erinnern, in der sie wirklich schlecht war. Und sie ist umwerfend hübsch. Nun gut, um aus meinem Kämmerlein herauszukommen, und die Oscar-Filmreihe einigermaßen zu komplettieren, bin ich heute noch einmal ausgerückt, um mich in einen Kinosessel zu fläzen… Und ich sah einen grandiosen Film. Nein, ich glaube, ich sah, nein, erlebte einen perfekten Film. Tschaikowski bis einem die Ohren abfallen und eine Düsternis, dass es eine Wonne war. Schweiß lief mir den Rücken runter, ich zitterte. Die Spannung, wo auch immer sie wirklich herkam, war nahezu unerträglich. Was für ein Film. Portman in einer Glanzrolle. Zerbrechlich und schön, aber so wandlungsfähig, wie nur irgend möglich. Wie der Kampf zwischen Gut und Böse dargestellt wurde, war unglaublich. Ein innerer Kampf, der sich bis in die dunkelsten Ecke der Psyche von Hauptcharakter Nina zieht. Wenn ein Oscar wirklich verdient war, dann dieser. Ein einfaches und schlichtes Set wirkt verbunden mit einer dramatischen Kameraführung, unvorhersehbaren Schnitten und einfachen Sounds plötzlich beengend und nicht im Ansatz langweilig. Und dazu immer wieder die bekannten Schwanensee-Melodien. Immer und immer wieder. Doch deutlich variiert, mal düster wie die schwarze Seele, mal schnell und spielerisch wie die Füße der Tänzer. Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll. Letztlich ist es ein Tanzfilm, jedoch völlig anders. Erschreckender. Düsterer. Ungewisser.

    The Fighter. Er läuft noch nicht, werde ich auch nicht sehen. Ich mag Boxen nicht. Und Boxfilme auch nicht. Trotz wirklich toller männlicher Besetzung. Während die Hauptrolle von Mark Wahlberg nicht einmal nominiert war, räumte Christian Bale als Nebendarsteller ab. Ob es diesmal verdient war oder nicht, weiß ich nicht. Doch insgesamt gönne ich ihn den Oscar sehr. Er hat in der Vergangenheit wirklich tolle Rollen gespielt; wurde Zeit, dass er auch mal an die Reihe kam. Die ebenfalls prämierte Nebendarstellering Melissa Leo kenne ich nicht, kann ich nichts zu sagen.

    127 Hours. Läuft ebenfalls noch nicht. Und auch hier ist fraglich, ob mich der wirklich interessiert. Wird wenn dann so ein Langeweile-Ding. Wobei man allerdings sehen muss, dass mindestens das nächste halbe Jahr Dauerkino angesagt ist, bei all den guten Ankündigungen. Also wird dieser wohl eher nix. 6 Nominierungen, kein Gewinn. Aber man muss halt immer die hochkarätige Konkurrenz dagegen sehen. Sagt also noch nicht viel aus.

    Toy Story 3. Naja gut, den habe ich nur der Vollständigkeit halber genannt. Ausgezeichnet als bester Animationsfilm. Nun gut, keine Ahnung. Ich war nie ein Fan von Toy Story, habe sogar vergessen, ob ich den zweiten je gesehen habe, und wenn dann war er noch schlechter als der erste. Hatte ich mir also geklemmt.

    Fehlen jetzt noch die Oscars für die Kurz- und Dokumentarfilme, aber da enthalte ich mich mal meiner Stimme.

    Hab ich eigentlich schon erwähnt, wie unglaublich beeindrucken Black Swan war? Ich überlege ernsthaft, mir den noch ein weiteres Mal anzuschauen. Also wer Lust hat, gerne melden. Tschaikowski sollte man jedoch nicht unbedingt hassen. Wow, was ein krasser Film! Meine Fresse! Ich werde heute Nacht von träumen, garantiert. Ich bin immernoch total hin und weg…

    Listening To:
    Clint Mansell – Black Swan
    Pjotr Iljitsch Tschaikowski – Schwanensee


  • Nacherzählomania

    (Yeah, Titelkreativität lässt grüßen…)

    Endlich war es wieder soweit. Endlich wurde das Hebbel-Theater wieder gestürmt. Endlich wieder unter einem Haufen von total kranken Cineasten flanieren. „Total Recall„, das Festival des nacherzählten Films fand die letzten beiden Abende zurück auf die Berliner Bühner. Und weil es letztes Jahr so unglaublich genial war, war ich dieses Jahr beide Tage anwesend.

    Insgesamt 27 x 10min Nacherzählungen liegen jetzt hinter mir. Der Großteil war wirklich super, keine war, im Gegensatz zum letzten Jahr, richtig schlecht. Mit „Predator“, „Captain Future“ und „Pretty Woman“ bis hin zu Romanzen zu einem Kameraassi bei Dreh vom N24-Beitrag „Steuern sparen“ war so ziemlich jedes denkbare Genre vertreten. Herausragend waren für mich der Beitrag einer Bekannten, selbst bekennende Serien-Guckerin, die dem Publikum eine englische Kurzserie über Superhelden mit doofen Fähigkeiten („Misfits“) näher brachte sowie einem Herrn, den man im letzten Jahr über eine Star Trek-Episode reden hören hat, gestern aber die 105. Folge von „Elefant, Tiger und Co.“ verriss.

    Ich selbst war am Freitag drauf und dran, spontan „Donnie Darko“ zu erzählen, wurde aber glücklicherweise von dem Steuer-Mädel ausgebremst. Tags darauf versuchte ich allein zuhause, diesen Film in 10 Minuten so unterzubringen, dass er nicht komplett bescheuert klingt – es gelang mir nicht. Auch die Idee, mit TK den letzten hier verlinken Youtube-Beitrag zum Besten zu geben scheiterte. Am Ende hatte ich wohl doch einfach nur kalte Füße. Ich hoffe, ich schaffe es nächstes Jahr, mich zu überwinden, und „König der Löwen“ zum Besten zu geben.

    Die „Silberne Linde“, den „wichtigsten Preis im Bereich des nacherzählten Films“ nahm der Kerl mit nach Hause, der über „Mamma Mia“, oder besser seine Mutter und Großmutter, herzog – gut, aber für mich nicht im Ansatz preisverdächtig. Überhaupt waren viele meiner Favoriten echt weit abgeschlagen. Schade eigentlich 🙂

    PS: Das obligatorische Filmmusikquiz hätte ich dieses Jahr sogar fast für mich entschieden. Einmal zu leise geschrien („Kill Bill Vol. 1“) und das andere Mal nur eine halbe Sekunde zu lange gezögert („Master and Commander“). Das wäre der Sieg gewesen. So konnte ich mit zwei Treffern („Disney’s Das Dschungelbuch“ und „Waltz with Bashir“) aber immerhin Platz 2 belegen 🙂 *stolzis*


  • So muss Bollywood aussehen!

    via eyesaiditbefore.de, 28.01.XI


  • Burtonomania

    Aktuell ist im Museum für Film und Fernsehen, bzw. im dort ansässigen Kino Arsenal eine Tim Burton-Werkschau. Heißt so viel wie, es werden dort innerhalb eines Monats sämtliche Burton-Filme in Originalton ein- oder zweimal gezeigt. Insgesamt war ich in den letzten 2 Wochen 3x Besucher dort.

    Angefangen hatte meine Burton-Reihe mit „Batman„. Es war grandios, diesen Film mal auf Leinwand erleben zu dürfen. Das Intro, das eigentlich nichts weiter ist als eine Kamerafahrt durch das Batman-Logo, zusammen mit der Titelmusik war alleine das Geld wert. Das hat so genial gewirkt, das war unglaubt. Und der eigentliche Grund, das Batwing über das Großbild jagen zu sehen, war pure Gänsehaut. Super, einfach klasse.

    Zwei Tage später hatte ich eine Karte für Burtons ersten Kinofilm „Pee-Wee’s Big Adventure“ reserviert, leider war ich verhindert.

    Stattdessen bin ich am Sonntag zu „Edward Scissorhands“ gegangen, den ich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, noch nie zuvor gesehen hatte. Hat sich gelohnt. Ist ja wirklich ein total schöner Film. Hier geschah es zum ersten Mal, dass ich sah, dass wirklich alle Leute den Abspann abwarteten, bis sie den Saal verließend. Beeindruckend.

    Und weil ich am Mittwoch-Abend Langeweile hatte, bin ich noch einmal hin. „Mars Attacks!“ stand auf dem Spielplan. Ich hatte total vergessen, wie lustig der ist 🙂 Ok, es ist bestimmt schon wieder zehn Jahre her, seit ich ihn zum letzten Mal sah und verstand damals sicherlich nicht alles, aber vorgestern habe ich mich köstlich amüsiert. Zusammen mit einem sehr erheiterten Kinopublikum.

    So zusammen gesehen kann man eigentlich nur zu dem Schluss gelangen, dass dieser Mann einfach mal nur total genial ist. Meine Hochachtung!


  • R.I.P. Zoo Palast

    Da wollte ich die Tage ins Kino gehen, da trifft mich der Schlag. Wie das Schwein vorm Uhrwerk stehe ich entsetzt vor einem Bauzaun. So ganz begriffen habe ich es noch nicht. Der Zoopalast war für mich schon DAS Berliner Kino, lange bevor ich in die Gegend zog – man erinnere sich an die grandiose „Per Anhalter durch die Galaxis“- Mitternachtspremierentour im Juni 05*).

    Und jetzt? Schlag auf Fall hat mein Stammkino geschlossen. Einfach so. Vor zwei Wochen noch den grottenschlechten Narnia3 gesehen, da war noch nichts zu spüren davon. Der größte Kinosaal Berlins… einfach nicht mehr da. Just in diesem Moment werden die Schaukästen abmontiert. Ist ein verdammt trauriges Bild da *schnief*.

    Nun ja, das nächste Kino in meiner Nähe ist wohl das Alhambra, aber Cineplex hat kein vernünftiges Online-Reservierungssystem. Werde wohl Cinemaxx PDamerPlatz-Kunde.


    ++++++

    *)


  • Filmmusik in der Provinz

    Am Wochenende bin ich mal eben kurz in Cottbus gewesen. Ja, es war runder Geburtstag, aber ich wäre auch sonst gefahren. Samstag war im glorreichen Staatstheater nämlich „John-Williams-Spektakel“. Dazu hatte ich meine Familie schon vor Monaten genötigt. John Williams-Konzert war angesagt, das war ein Muss für mich. John Williams? Das ist der Knut, der die ganzen bekannten Filmmusiken, die ihr so kennt, geschrieben hat: Star Wars, E.T., Indiana Jones, Superman, Schindlers Liste, Harry Potter, Jurassic Park,Der Weiße Hai, Catch Me If You Can, Der Soldat James Ryan,… Ja und dessen Musik sollte also gespielt werden. Von Anfang meiner Filmmusikleidenschaft an war ich besessen von dessen Musik, ja er war sozusagen Schuld an dieser Passion. Nun ja, und nun sollten seine Klänge das Prunktheater der Provinzhauptstadt zum Erbeben bringen. Also 1-2-Zack die Freundin eingesackt, ab zu den Eltern, diese eingesackt und ab auf die besten Plätze zwischen die High-Society von Cottbus *hust*.

    Ich habe darauf gewettet, womit angefangen wurde. Ich habe gewonnen. Was auch sonst? 6 Filme beginnen so. Seinen ersten Oscar verdiente er sich mit dieser Melodie. „Star Wars Main Theme“ erschütterte die Ränge. Original und so autentisch, dass es eine Wonne war.
    Das gesamte Konzert war ganz dem Thema „Leitmotiv“ gewidmet. Dem Dirigenten, seines Ze
    ichens Nachbar meiner Eltern, Amerikaner mit dem ewigen Willen, dieses Konzert machen zu dürfen, dafür aber erst nach Cottbus kommen zu müssen, war es anzusehen – ja, es fiel schwer, wegzusehen – wieviel Spaß und Freude er hatte, dem Publikum zu zeigen, was Leitmotive waren. 80% der Titel waren aus Star Wars oder Harry Potter. Das klingt langweilig. Doch schaffte er es, durch die unterschiedlichsten Melodien dieser Epen genau jenes Gefühl von Woah! bei den Zuschauern zu erzeugen, die auch er zeigte. John Williams war der Erste, der das Leitmotiv im Film verbaute: Eine Figur, eine eigene Melodie. Und damit schaffte er eine Vielfalt von Stücken für einen einzigen Film, dass es für 5 Konzerte reichen würde. Das ist es, was der Dirigent Evan Christ dem Publikum näher bringen wollte. Er hat es geschafft.
    Danach waren nur zufriedene Gesichter zu sehen. Vielerorts hörte man Dinge tuscheln, wie: „Ich kannte nur diese typische Musik
    aus Harry Potter. Unglaublich, dass da so viel mehr ist.“ Ein Grinsen huschte mir über das Gesicht. Und wieder ist die Welt ein Stückchen reicher an John Williams-Liebhaber.

    Noch ein Wort zum Dirigenten. Wie schon beschrieben, fiel es unglaublich schwer, an dem Mann vorbei zu schauen. Er war nicht sonderlich groß, er war extrem agil. Er hatte einen Spaß, diesen Job zu machen, es war nicht zu übersehen. Eigentlich kannte ich bisher nur so alte, gediegene und steife Dirigenten. Dieser junge Mann war das absolute Gegenteil. Man stelle sich einen Zeichentrickfilm vor – Disney hatte da einige sehr lustige Dirigenten. Genauso war er. Wild gestikulierend, sich so weit übers Pult beugend, dass es ein Wunder war, dass er nicht auf die Geiger gefallen ist. Austretend und schwingend und dabei das fette Grinsen nie vergessend. Einfach super.

    Und was waren nun die anderen 20%? Nun ja, die üblichen Verdächtigen: Der Weiße Hai, Superman, Indy Jones, E.T., sowie eine seiner 4 olympischen Zeremonienstücke.

    Nächstes Jahr, werter Mr. Christ, hätte ich gern ein Hans-Zimmer-Spektakel, ginge das in Ordnung?


  • Spaß trotz Weihnachten

    Am ersten Feiertag wurden TS und ich ins Radisson in CB eingeladen. 4-Sterne-Party in der Suite von Nico & Anja. Nach dem Unsichern der Pool- und Saunalandschaft und dem Ärgern anwesender Hotelgäste…

    (siehe Video)


    … wurde schick nach den-Schnee-nicht-mehr-bewältigenden-StraBas schick bei Jimmy gegessen, und nach driftenden Taxen die Innenarchitektur der Radisson-Loung
    e sowie die Qualität der dort zu findenden Cocktails in Augenschein genommen.

    Zwei Tage später stand ein Jahrgangstreffen in der Heimat an, weswegen sich haufenweise Bekannte in der Stadt tummelten. Aber wie es dort nun einmal so ist, kommt einem nach recht kurzer Zeit die Frage nach der nächsten Bespaßungsmöglichkeit. In Ermangelung einer größeren Auswahl derer wurde sich entschlossen, den Monosound und das schiefe Bild des KinOhs in Zusammenarbeit eines vermutlich noch schlechteren Kinderfilms genießen zu gehen. Um vielleicht wenigstens ums Eintrittsgeld zu kommen, wurden schnell im 1€-Shop 2 MöchtegernPlayboy-Bunny-Sets erstanden, deren Ohren mit braunen Einweg-Handschuhen und -Socken geschmückt und die dazugehörigen rosa Puschelschwänzchen zu roten Nasen umfunktioniert.


    Hat leider nicht geklappt, das mit dem freien Eintritt. Immerhin, die Kinder hinter uns hatten ihren Spaß. Wir im Übrigen auch – und das lag nicht an dem Film, der genau so schlecht war, wie wir vorher dachten. Am Ende wussten wir auch, warum unsere Fan-Masche nicht zog. Die haben uns voll durchschaut – im Film hatten die Rentiere gar keine roten Nasen *grml*

    Das Treffen danach lief recht unspektakulär, weswegen wir üblichen Verdächtigen eine Antiparty mit Bierkiste-an-Auto-Kutsche und Aldi-Tüten-Rodeln starten mussten.

    Der 1€-Shop hatte im Übrigen alle Hände voll damit zu tun, die Regale mit Osterhäschen und dergleichen vollzustopfen. In diesem Sinne:

    Frohe Ostern!

    Watching:
    Sergio Mimica-Gezzan – Die Säulen der Erde



Blog-Archiv


Chaos geordnet


Suche