Bits und andere Biester

Aus dem chaotischen Leben eines noch chaotischeren Menschen

Kronos

Seit einigen Wochen flimmert übers „Berliner Fenster“ in der U-Bahn ein Animationsfilm mit einem sehr seltsam aussehenden Vehikel. Dem mobilen Internet sei Dank habe ich heute mal die angegebene Homepage aufgeschlagen und folgende Sachen gelesen:

Es geht um das so genannte Kronos-Projekt, mit dem die allgemeine Relativitätstheorie Einsteins verifiziert werden sollte. Dafür wurde 1926 ein Vehikel entworfen, welches sich möglichst langsam und gleichförmig schwingend fortbewegt. Zudem sollten 8 Probanden darin Platz finden. Noch während der Voruntersuchungen fand man heraus, dass aufgrund von leberschädigender „pi-mesonischer“ Strahlung (?) Alkoholiker mit sowieso schon geschädigtem Organ am Besten wären.

Das Gerät wurde hermetisch abgeriegelt und mit einer lichtabsorbierenden Schicht ummantelt, sowie mit paddelartigen „Rädern“ versehen, welche die Schwingungen hervorriefen. Das Experiment fand aufgrund von Ausschluss der Öffentlichkeit im Verborgenen statt – in den Tunneln der bis heute nicht fertig gestellten U-Bahn-Linie 10. Das Experiment wurde angeblich tatsächlich gestartet.
Das Vehikel bewegte sich anfangs mit 4mm/Tag, soll heute wohl knapp über 10 erreicht haben, da es dieses Gefährt wohl nach wie vor geben soll. Geht man davon aus, hat es sich derzeit etwa 317m fortbewegt. Aufgrund von einem so genannten Verlangsamungsfaktor (??) von 112k soll der allg. Relativitätstheorie nach für die Insassen gerade einmal eine Zeit von 6,5h vergangen sein.
Bereits 22 Minuten nach Beginn des Experimentes im April 1926 kam es wohl zu für Zeitverschiebungen typischen Lichterscheinungen (???). Anfangs konnte man wohl noch mittels Funk mit den Insassen kommunizieren, später ging das angeblich nur noch mit extremer Verschnellerung des Tones.

Da der Tunnel damals verschlossen wurde und mit der Machtergreifung der Nazis das auf 10 Jahre angelegte, „jüdisch basierte“ Experiment eingestampft wurde, geriet es mehr und mehr in Vergessenheit. Das Gerät bewegte sich dennoch weiter. Später gab es Versuche der Sowjets, das Gerät zu bergen, scheiterten jedoch. Dennoch gibt es zahlreiche Berichte über Lichtirritationen im zu vermutenden Bewegungsbereich. Auch heutzutage gibt es derlei Berichte. Gerade bei feuchtem Wetter soll es zu bläulichem Schimmern an Metallgegenständen kommen, Fahrgäste der U9 berichten von Stromausfällen, knirschenden Tönen und Lichtblitzen im Bereich um Rathaus Steglitz.

Die Theorien der Nichtentdeckung sind zahlreich. Natürlich stellt sich die Frage der Stromversorgung. Diese wird dadurch erklärt, dass sie mit dem Stromnetz der U-Bahn verbunden ist und so zwischen den 200-400kW fressenden Zügen nicht weiter auffalle. Tatsächlich gab es während der Bombardierung Berlins im 2. Weltkrieg keine größeren Schäden in dem Bereich. Angebliche Bestandteile des Zug-Druck-Pumpen-Mechanismus der Stromversorgung soll man hinter Gestaltungselementen der Bahnhöfe „Rathaus Steglitz“ und „Schloßstraße“ erkennen können.
Die fraglichen Tunnel wurden inzwischen untersucht. Doch gemäß der Relativitätstheorie soll es bei derartig langsamen Geschwindigkeiten zu „Devisualisierungseffekten“ kommen, die besagen, dass sich das Gerät optisch bis auf eine Stärke von 0,05mm zusammengezogen habe. Eine andere Theorie spricht von einer Ausdehnung und einer damit einhergehenden „optischen Verdünnung“, so dass das dann 1.200km lange Vehikel für Außenstehende nur noch aus einer durchsichtigen ätherischen Substanz bestünde.

Natürlich verschwanden über die Jahrzehnte zahlreiche Beweise dieser Geschichte. Dennoch sollen einzelne Baupläne und Fotos existieren.

Das alles klingt extrem interessant. Aber ich bin geneigt, das Ganze als eine Art UrbanLegend abzutun. Nun weiß ich allerdings, dass hier eine Reihe von Physikern mitlesen. Ich wäre sehr daran interessiert, mal eure (ähm, bitte für Laien verständliche) Meinungen zu dem Thema zu hören 🙂


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